Hospizarbeit: „Wir sind da!“

Das Bild entstand kurz vor Corona-Zeit: Die Hospiz-Koordinatorinnen Monika Degenhardt (l.) und Renate Land in ihrem Kempener Büro. Foto: Axel Küppers

Trotz der starken eingeschränkten Kontaktmöglichkeiten hält der Hospizdienst die Nähe zu den Sterbenden und deren Angehörigen aufrecht - eine nicht immer einfache Aufgabe.

Der Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst „Klaus Hemmerle“ unter dem Dach der Malteser hat seine soziale Arbeit auf die Pandemie-Gesetze ausgerichtet. „Wir halten telefonisch Kontakt, machen Besorgungen, bieten Trauerbegleitung an und halten weitere Beratungsangebote für Betroffene und Zugehörige vor“, sagen die Koordinatorinnen Monika Degenhardt und Renate Land. Für sie stellt diese Zeit der Pandemie mit all ihren Einschränkungen eine besondere Herausforderung dar, denn schließlich lebe die Sterbebegleitung von Nähe, Vertrauen, persönlichem Miteinander und helfender Hand: „All das zu leisten und gleichzeitig die gebotene Distanz zu wahren - das ist ein Spagat, bei dem wir täglich dazu lernen.“

Besonders die Angehörigen seien in dieser extremen Zeit oft zusätzlich verunsichert und belastet. Den fehlenden Kontakt vor Ort versucht man während der Corona-Pandemie durch Telefongespräche, E-Mail-Kontakte und Briefeschreiben auszugleichen. So sind die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Hospizgruppe „Klaus Hemmerle“ und die beiden Koordinatorinnen weiter an der Seite betroffener Menschen.

Schwerkranke, sterbende Menschen und ihre Angehörigen finden schon seit vielen Jahren bei den Maltesern eine Anlaufstelle, bei der sie Begleitung im Sterben und Hilfe zum Leben finden. In den vergangenen Jahren konnte ein stabiles Gerüst in der professionellen Sterbebegleitung aufgebaut werden, das jetzt unter erschwerten Bedingungen greift. Erst im Vorjahr hat der Hospizdienst der Malteser mit Wurzeln in Grefrath sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Mittlerweile wird die Arbeit von Kempen aus koordiniert, wobei es nach wie vor Hospiz-Büros sowohl in Kempen als auch in Grefrath gibt, wo auch jeweils die Hospizkurse stattfinden. Der Dienst ist erreichbar unter Tel. 02152 9590-420 oder E-Mail Hospizdienst.kreisviersen(at)malteser(dot)org.

Quelle: Artikel im Extra-Tipp am Sonntag am 3. Mai 2020 unter Lokales auf mein-krefeld.de